Lebensraum Kiesbank - für ein faires Miteinander von Freizeitnutzung und Artenschutz

Am Lech zwischen Gersthofen und Meitingen existieren noch ausgedehnte Kiesbänke - einst ein weitverbreiteter, typischer Lebensraum der Wildflusslandschaft!

Nur ein Haufen Steine?
Kiesbänke wirken auf den ersten Blick kahl und tot. Tatsächlich leben hier aber unscheinbare Überlebensexperten: Tiere und Pflanzen haben sich über Jahrtausende hinweg an diesen unwirtlichen Lebensraum angepasst. Eines von ihnen ist der Flussregenpfeifer.

 

Der Vogel mit der Maske
Der Flussregenpfeifer ist aufgrund seiner Gefiederfärbung auf der Kiesbank perfekt getarnt. Deswegen ist er kaum zu entdecken, wenn er nach der Rückkehr aus dem afrikanischen Winterquartier bei uns am Lech brütet und seine Jungen aufzieht. Nur noch rund 10 Brutpaare leben in diesem Flussabschnitt - früher in der Wildflusslandschaft waren es Tausende! Flussregenpfeifer sind zwar an Kiesbänke und Wildflusslandschaft angepasst, aber sehr störungsempfindlich: In Bereichen, wo viele Menschen die Kiesbänke besuchen, überleben deutlich weniger Küken!
Flussregenpfeifer Kiesbank Lechtal


Für ein faires Miteinander!

Die Kiesbänke sind nicht nur überlebenswichtiger Lebensraum des Flussregenpfeifers, sondern auch beliebt bei uns Menschen: Gerade im Frühsommer kriegt man Lust, hier einen Tag in der Natur zu verbringen und die ersten warmen Tage zu genießen! Um einen fairen Ausgleich zwischen Freizeitnutzung und Artenschutz zu erreichen, haben wir den Lech zwischen Gersthofen und Meitingen in Schutz- und Erholungszonen aufgeteilt. Die Schutzzonen sollen während der Brutzeit nicht betreten werden, um das Überleben der Flussregenpfeifer zu sichern.

Nähere Infos finden Sie hier demnächst zum Download!